Small Caps: Definition & Tipps zur Geldanlage

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Wenn Sie Geld an der Börse anlegen wollen, gehen Ihre Gedanken mit Sicherheit in Richtung der großen Konzerne. Apple, Amazon, Google & Co sind mitunter sehr lukrative Wertpapiere. Doch sie allein machen nicht den gesamten Aktienmarkt aus.

Ganz im Gegenteil. Sogenannte „Small Caps“ sind zahlreich vertreten. Gemeint sind damit Aktiengesellschaften, welche eine Börsenkapitalisierung von um die 250 Millionen Euro besitzen. Ausnahmen lassen etwas mehr Luft nach oben zu.

Auch das sind ggf. sehr wertvolle und zukunftsträchtige Unternehmen. Warum also nicht einen Teil in Small Caps investieren, um Ihr Portfolio zu diversifizieren? Bei uns erfahren Sie alles Wissenswerte zu Small Caps binnen weniger Minuten.

Lukrative Aktienwerte abseits des Mainstreams

In den Medien erfolgt die Berichterstattung fast ausschließlich über die Top-Konzerne und deren Wertpapierentwicklung. Dabei verlieren wir automatisch die sogenannten „Nebenwerte“ aus dem Blick. In Deutschland sind damit vor allem Unternehmen mit Listung im MDAX sowie SDAX gemeint.

Deren Potential ist oftmals größer, weil sie noch mehr Spielraum zur Expansion besitzen. Nicht selten schneiden Small Caps für einen gewissen Zeitraum erheblich besser ab. Wenn Sie sich nicht selbst damit beschäftigen wollen, könnte ein Small Caps ETF für Ihren Vermögensaufbau interessant sein.

Small Caps haben sich ihren Namen verdient, weil Marktvolumen und Handelsumsätze vergleichsweise gering sind. Sie erhalten daher wenig Beachtung von institutionellen Investoren.  Folglich ist ihr Bekanntheitsgrad niedrig und genau darin liegt das Potential für Ihre nächste Geldanlage.

Small Caps sind nichts für Anfänger

Große Konzerne wie Apple oder Amazon werden langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit steigen. Das Anlagerisiko ist verhältnismäßig gering. Ganz anders sieht es bei den Small Caps aus. Sie mögen es in den SDAX, MDAX oder vergleichbare Indizes geschafft haben. Allerdings können sie immer noch an wirtschaftlichen oder politischen Problemen scheitern. Was nicht selten deren Insolvenz zur Folge hat. Währenddessen besitzt ein Unternehmen aus dem DAX oder Dow Jones einen viel größeren finanziellen Spielraum.

Wer sich also für Small Caps als Anlageform entscheidet, sollte ausreichend Börsenwissen und Erfahrung mitbringen. Auch hier noch einmal der Tipp, dass Ihnen ein Small Caps ETF die Geldanlage vereinfacht und zeitgleich das Risiko eines Totalverlustes streut. Dieser sollte so angelegt sein, dass er mehrere Branchen bzw. Nischen abdeckt.

Höhere Chancen & Risiken durch Small Caps Investments

Unternehmen mit einer Börsenbewertung im dreistelligen Millionenbereich oder niedriger, können ein großes Potential in sich bergen. Da genügt eine bahnbrechende Innovation oder ein neu erschlossener Markt und die Bewertung schießt nach oben. Möglich machen es erstklassige Nischenprodukte und Dienstleistungen, welche bei Small Caps häufig anzutreffen sind.

Solche „Unternehmen aus zweiter Reihe“ sind aber nicht ganz unbedenklich. Diesem Risiko müssen Sie sich bewusst sein. Eine schlechte Nachricht und das Unternehmen bzw. die ganze Branche verliert über Nacht massiv an Wert. Bestimmt erinnern Sie sich noch an die Zeit, als viele deutsche Hersteller von Photovoltaikanlagen ihre Insolvent verkünden mussten. So etwas kann immer wieder passieren.

Ihre beste Absicherung dagegen ist Wissen. Schauen Sie sich die Branchen der Small Caps an. Unternehmensentwicklungen und Prognosen sind wichtig. Wie viel Zukunft „steckt“ darin, um nachhaltig Wertzuwächse generieren zu können?

Auf jeden Fall sollten Ihre Nerven als Investor gestählt sein. Zweistellige Gewinne und Verluste innerhalb weniger Tage sind bei Nebenwerten wahrscheinlicher.

Wie schafft es ein Unternehmen in die Small Caps?

An den Börsen bestehen keine konkreten Auswahlkriterien. Natürlich dient der aktuelle Börsenwert als Basis. Doch ein zwei- bis dreistelliger Millionenbereich allein ist kein Garant für die Aufnahme in entsprechende Indizes.

Oben gaben wir eine Bewertung von um die 250 Millionen Euro an. Dabei handelt es sich nur um eine ganz grobe Einschätzung. Jedoch schaffen es die meisten Small Caps nicht in einen der großen Standardwerte-Indizes (DAX, Dow Jones etc.).

Bestes Beispiel: Der SDAX

Hinter dem Kürzel verbirgt sich der „Small Cap DAX“. Der Name verweist also schon auf seine Bedeutung an der Börse. Dieser deutsche Index umfasst mittlerweile etwa 70 Nebenwerte. Dabei fällt auf, dass auch ein paar Aktien dabei sind, deren Marktkapitalisierung über eine Milliarde Euro beträgt.

Zur Beurteilung der Small Caps werden hier außerdem die Liquidität und der Handelsumsatz herangezogen. Über dem SDAX steht der MDAX (Mid Cap DAX). Einige von ihnen lassen sich noch zu den Nebenwerten zählen, gelten aber nicht mehr als Small Caps.

Das Regelwerk für den SDAX ist für die Öffentlichkeit einsehbar. Jedoch lässt es keine Änderungen zu. Weshalb von einem „passiven Index“ gesprochen wird. Wer es in den SDAX schafft, bestimmt einzig und allein die gesetzten Rahmenbedingungen. Dahinter steht kein Gremium, welches diese Entscheidungen zu verantworten hat.

Dabei gilt es unter anderem die 110/110-Regel zu erfüllen. Sie besagt, dass ein Nebenwert zu den 110 liquidesten Unternehmen in Deutschland gehören muss. Einmal im Quartal prüft die Deutsche Börse die Zusammensetzung vom SDAX, MDAX und dem DAX. So kommt es vor, dass im März, Juni, September und Dezember des Jahres ein Austausch einzelner Werte in den Indizes stattfindet.

In Small Caps investieren: Ihre Möglichkeiten

Wenn Sie über ausreichende Börsenerfahrung verfügen, lohnt sich ein aktives Management. Ihr Zeitaufwand mag höher liegen, aber auf diese Weise lassen sich die besten Small Caps finden. Im Vorfeld werden Sie viel mit dem Studieren von Unternehmensinformationen und deren Bilanzen verbringen. Dieser erhöhte Informationsbedarf sollte befriedigt sein, bevor Sie Geld in Small Caps investieren.

Behalten Sie unbedingt die betriebswirtschaftlichen Kennziffern im Blick. Inklusive einer Einschätzung des führenden Managements und wie positiv es um die Zukunft der Branche bestellt ist.

Eine genaue Auswahl der Aktien lässt ebenso entsprechende Bewertungen von unabhängigen Agenturen o.Ä. einfließen. Ihre Depotbank führt ggf. auch eine eigene Risikoanalyse durch und teilt Ihnen diese bei Auswahl des Wertpapiers mit.

Small Caps Investments verwalten lassen

Eben weil der Zeiteinsatz enorm und Small Caps mit eventuell größeren Verlustrisiken behaftet sind, lagern viele Investoren ihre Kaufentscheidungen aus. Ein aktiv verwaltetes Portfolio mag kostenintensiver sein. Sie setzen damit jedoch auf erfahrene Vermögensverwalter, welche die Marktentwicklungen sehr gut im Blick haben. Wenn diese clever und zum richtigen Zeitpunkt Small Caps auswählen, winken Ihnen hohe Renditen.

Möchten Sie dagegen eigenverantwortlich, aber zeitsparend agieren, empfehlen sich Small Caps ETFs. Diese lassen sich mit einem monatlichen Sparplan anlegen. Legen Sie überschüssiges Geld jedoch nicht ausschließlich in Small Caps an. Eine noch breitere Streuung ist wichtig, um Ihr Investment langfristig abzusichern.

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