Unser ETF-Lexikon: Wichtige Begriffe verständlich erklärt

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Bei Exchange Traded Funds (ETFs) handelt es sich um eine sehr beliebte Anlageform. Einmal eingerichtet, läuft der börsengehandelte Indexfonds per Sparplan automatisch. Sie profitieren dabei von steigenden Kursen zahlreicher Unternehmen, welche im ausgewählten ETF zusammengefasst werden.

Doch eine der wichtigsten Börsenweisheiten besagt: „Handele nur mit etwas, was du auch verstehst!“ Deshalb haben wir ein kleines ETF-Lexikon zusammengeschrieben. Darin erklären wir Ihnen die wichtigsten Begriffe, um den Steinstieg zu erleichtern.

ETFs schütten Gewinne unterschiedlich aus

Bei den sogenannten Ausschüttungsarten wählen die Fondsgesellschaften aus zwei Möglichkeiten. Sie als Anleger müssen festlegen, welches Konzept besser zu Ihrer Strategie passt. Lernen Sie, was thesaurierende und ausschüttende Indexfonds ausmacht.

Ausschüttende ETFs

Der Name ist Programm, denn Sie erhalten hier regelmäßige Auszahlungen. Sein es die Erträge, Dividende oder andere Formen von Gewinnmitnahmen. Sie erhalten diese auf das Verrechnungskonto Ihres Depots ausbezahlt. Damit steht es Ihnen frei, ob Sie diese Beträge erneut anlegen oder auf ein Girokonto transferieren wollen.

Thesaurierende ETFs

Wenn Sie langfristig und vollautomatisch Ihr Geld für sich arbeiten lassen wollen, raten wir zu thesaurierenden ETFs. Alle erzielten Gewinne fließen direkt wieder in die Geldanlage. Dividendenzahlungen und steigende Kurse sind somit weiter im Fonds enthalten. Sie besparen den ETF weiter und profitieren darüber hinaus von einer Art Zinseszinseffekt.

Wie sollte sich ein ETF replizieren?

Der große Unterschied zu Aktien-Sparplänen ist, dass Sie mit einem ETF lediglich den Index nachbilden. Dadurch wird der Kauf günstiger, aber Sie beziehen sich einzig auf das gehandelte Volumen im jeweiligen ETF. Auch bei den Replikationsarten müssen Sie zwischen zwei Varianten differenzieren.

Physisch replizierend

Der ETF-Anbieter (Emittent) kauft in diesem Fall wirklich die im Index verfügbaren Werte (bspw. Aktien). Deswegen ist von der physischen Replikation die Rede. Eine Vollreplikation beschreibt dabei den Umstand, dass der Emittent alle im Index enthaltenen Wertpapiere kauft.

Andere Strategien verfolgen den Kauf der wichtigsten Aktien eines Indexes. Sozusagen nur die „Schwergewichte“, weil die den meisten Einfluss auf dessen Wertentwicklung nehmen. In so einem Fall kann der Index jedoch nicht absolut identisch abgebildet werden. Es entstehen Abweichungen, welche Sie als Anleger womöglich nicht wünschen. Sollten Sie nach solchen ETFs suchen, so spricht man von einem optimierten Sampling bzw. Representing Sampling.

Synthetisch replizierend

Das Gegenteil der physischen ETFs wird durch die synthetischen ETFs gebildet. In diesem Fall nutzen Fondsgesellschaften sogenannte Swap-Geschäfte. Hierbei erfolgt der Handel mit Derivaten. Das Tauschgeschäft findet zwischen dem Emittenten und einem Swap-Kontrahenten statt. Somit kommt zu keinem Zeitpunkt ein realer Kauf von Aktien zustande.

Anleger überweisen ihre Gelder in einen Wertpapierkorb. Hier ist auch von einem „Sicherheits-Portfolio“ die Rede. Der nachzubildende Index muss mit diesem nicht 100%ig übereinstimmen.

Vom Swap-Kontrahenten gibt es für den ETF alle Dividendenzahlungen und Gewinne. Dafür nimmt dieser eine Swap-Gebühr und die Wertpapier-Renditen aus dem Sicherhits-Portfolio entgegen.

Physisch oder synthetisch?

Das Ausfallrisiko bei einem physischen ETF ist deutlich geringer bzw. nahe null. Ein synthetischer ETF überzeugt durch seine geringen Kosten. Hierbei sollten Anleger darauf achten, dass dieser mit einem ausreichend hohen Investment-Volumen ausgestattet ist. Somit ist es eher unwahrscheinlich, dass es zum Ausfall kommt. Allerdings besteht diese Chance auch auf Seiten des Swap-Kontrahenten. Dieser kann zahlungsunfähig werden und dann kommt es ggf. zum Totalverlust.

ETF-Kosten die Sie kennen sollten

Wenn Sie in einen ETF manuell oder per Sparplan investieren, fallen gewisse Kosten an. Um es Anlegern zu vereinfachen, geben die Fondsgesellschaften bzw. Broker die TER an. Dahinter verbirgt sich die „Total Expense Ratio“. Dieser Prozentsatz macht Ihnen den ETF-Vergleich einfacher.

Wichtig: Beachten Sie jedoch, dass die TER allein nicht aussagekräftig genug ist. Sie definiert nur die laufenden Kosten, welche pro Jahr anfallen.

Suchen Sie deshalb nach der „Total Cost of Ownership“ (TCO). Bei dieser Prozentzahl werden alle tatsächlich anfallenden Kosten berücksichtigt. So auch die Handelsgebühren, Spreads und ggf. eine Swap-Gebühr. Ebenso wird Bezug auf die Besteuerung genommen.

Darüber hinaus kommt es noch zum „Tracking Error“ (TE). Dieser beschreibt den Umstand, wie genau der ETF die Wertentwicklung des Index abbildet, welcher ihm zugrundeliegt. Hier möchten Sie einen möglichst niedrigen Wert anstreben.

Ausgabeaufschlag & Verwaltungsgebühr

Wenn Sie mehr ins Detail gehen wollen, taucht irgendwann der Ausgabeaufschlag auf. ETFs besitzen vergleichsweise geringe Gebühren, da sie nur passiv verwaltet werden. Dennoch kann sich mit den verschiedenen Gebühren eine beachtliche Summe summieren. Diese wollen Sie so gering wie möglich halten, um Ihre Nettorendite zu optimieren.

Los geht es mit dem Ausgabeaufschlag, auch „Agio“ genannt. Dieser entfällt bei ETFs in der Regel, wenn Sie diesen direkt in Auftrag geben. Sollte ein Broker oder Makler für Sie die Aufträge erteilen, kann es zu einem Ausgabeaufschlag kommen.

Diese Kosten entstehen beim Kauf eines Fonds. Das „Aufgeld“ bezahlen Sie einmalig. Hier bestimmt jede Fondsgesellschaft individuell, wie viel sie für Ihr Investment berechnet. Ein Wert um die 2,5% gilt als günstig. Teilweise steigen die Kosten auf 6% und mehr.

Genauso müssen Sie auch die Verwaltungsgebühren vom gewählten ETF bedenken. Diese liegen bei etwa 0,5% und fallen somit nur wenig ins Gewicht. Doch auch dieser Faktor ist bei Ihrer jährlichen Kosten-Rendite-Aufschlüsselung wichtig.

ETF in Euro, Dollar & Co

Abschließend möchten wir Sie noch auf das Risiko von Wechselkursen hinweisen. Wenn Sie einen ETF in Euro kaufen, dieser aber in US-Dollar geführt wird, rechnet der Broker um. Nun kann es passieren, dass Sie beim späteren Verkauf des ETFs einen schlechteren Wechselkurs erwischen. Ebenso könnten Sie dadurch ein Plus machen – doch dies bleibt reine Spekulation.

Ob Sie dieses Risiko bzw. Chance eingehen wollen, muss bei Ihrer ETF-Wahl mit einfließen. Allerdings ist der Wechselkurseffekt vernachlässigbar, wenn Sie einen langen Anlagehorizont anvisieren. Legen Sie das Geld nicht einmalig, sondern über einen Sparplan an. Auf diese Weise können Sie monatlich oder auch quartalsweise investieren. Womit sich bei den Wechselkursen mit den Jahren ein gewisser Durchschnitt bildet.

 

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