Was sind Negativzinsen?

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Im Regelfall zahlt der Kreditnehmer dem Kreditgeber einen Zins. Bei negativen Zinsen verhält es sich genau umgekehrt hier zählt der Kreditgeber den Kreditnehmer Zinsen aus einer Einsparung. Negativzinsen sind immer ein starkes Zeichen für eine stagnierende Wirtschaftsleistung.

Diese Negativzinsen treffen vor allem Sparer welche mittlerweile an ihre Bank Zinsen zahlen müssen für Ihre Einlagen. Vorher war es so, dass Sparer in der Regel von ihrer Bank Zinsen auf Ihr eingesperrtes Kapital erhalten haben, mit welchem die Bank dann gearbeitet hat. Bei Negativzinsen zahlt nun der Bankkunde Zinsen für seine Einlagen an das Geldinstitut.

Der Negativzins wurde im Zuge der Finanzkrise eingeführt. Die Zinsen wurden nach und nach immer weiter gesenkt um die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen zu erleichtern.

Umso höher die Zinsen des vergebenen Kapitals an Großunternehmen sind, umso stärker wird ein ökonomisches Wachstum behindert, so zumindest die Finanzlehre. In der Finanzkrise verfehlten aber die Zinssenkungen die erhoffte Wirkung, denn die meisten Unternehmen, fragten trotz der Niedrigzinsen, immer weniger Kredite an. Das erhoffte Wachstum blieb also aus.

Als die Zinsen schließlich bei null waren und die Kreditvergabe an Unternehmen immer noch stagnierte hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Zinssatz weiter unter null gesenkt. Das heißt die Banken mussten von da an, Zinsen an die EZB Zahlen, für Ihr eingelagertes Kapital. Die Banken haben folglich keine Kredite mehr von der EZB bekommen, da die EZB keine Kredite an Unternehmen auszahlen konnte.

Aktuell zahlen die Banken für ihre Kapitaleinlagen bei der EZB ein Negativ Zinssatz von 0,5%. Folglich müssen die Banken, den entstehenden Negativzins auch an ihrem Bankkunden weitergeben.  Allerdings gelten bis jetzt noch Ausnahmeregelungen für geringe Sparbeträge.

Negativzinsen und die Hausbank

Vereinzelt verlangen Banken Zinsen auf Spareinlagen, wenn ein bestimmter Mindestbetrag überschritten wurde. Das die Banken auf Spareinlagen von Kunden Negativzinsen verlangen, ist bis dato, aber noch relativ selten, vereinzelt führten Banken ab einer Einsparung auf ein Tagesgeldkonto von über 100.000 €, -0,5 % Negativzinsen ein. Dieses Vorgehen ist aber Stand heute noch sehr selten und betrifft nur Bankkunden mit hoher Einzahlung auf Tagesgeldkonten.

In den meisten Fällen, waren es Sparkassen sowie Raiffeisen- und Volksbanken die ihren Kunden Negativzinsen für Spareinlagen in Rechnung gestellt haben.

Aufgrund der heftigen Gegenwehr von deutschen Bankkunden wurden aber die Maßnahme wieder zurückgenommen oder die Zinsen stark gesenkt. Bankkunden sollten also immer sehr sorgfältig prüfen ob ihr Geldinstitut Negativzinsen auf ihre Einsparungen festgelegt hat oder nicht.

Die Angaben ob ihre Bank Negativzinsen verlangt oder nicht, finden Sie, im öffentlich zugänglichen Preisaushang ihrer jeweiligen Bank und ebenso gibt das sogenannte Preis-Leistungsverzeichnis über aktuelle Zinssätze Auskunft.

Dennoch führen immer mehr deutsche Banken Negativzinsen ein.

Freibeträge bei den Negativzinsen? Ab wann gibt es Strafzinsen?

Bei Negativzinsen auf Spareinlagen gelten in der Regel Freibeträge. Diese Freibeträge können allerdings erheblich variieren so gibt es teilweise Negativzinsen ab 5.000 € bei anderen Banken gibt es wiederum erst Negativzinsen bei Beträgen in Millionen Höhe. Die wenigsten Banken berechnen ab dem ersten Euro Strafzinsen. Die meisten Banken arbeiten mit Strafzinsen erst ab Beträgen von 100.000 € pro Einleger. Negativzinsen sind also für die meisten Sparer nicht relevant. Dennoch sollten sich Sparer nach Alternativen Anlageformen für Ihr Vermögen umschauen. Durch Zinseszins Effekt auf eine lange Laufzeit rechnen sich schon geringe Zinsen / Dividenden. Dies ist besonders wichtig für Sparer die sich selber für Ihr Alter absichern müssen, wie zum Beispiel Selbstständige. Neben Rentenversicherungen und Lebensversicherungen bieten sich vor allem ETFs, Aktien und Sparpläne auf Aktien an.

Zahlen Banken selber Negativzinsen auf ihre Guthaben?

Banken hinterlegen in vielen Fällen bis zum folge Geschäftstag ihr Kapital bei der EZB. Auch für eine solche Einlagefazilität ist der Zins mittlerweile negativ.

Die EZB verlangt also für das Einlegen des Geldes der Banken sogenannte Strafgebühren von den Finanzinstituten. Dieser entstehende Zinssatz, dient vor allem, der Regulierung von Banken welche Geschäfte untereinander tätigen und sich gegenseitig beleihen.

Der Zinssatz der EZB gilt als Untergrenze für den Tagesgeldzins am Interbankenmarkt.

Durch dieses Vorgehen der EZB und der Banken untereinander, entstehen also Negativzinsen, die sowohl an die EZB sowie an die Geldinstitute fällig werden. Die Banken müssen also insofern sie durch die strengen Regularien innerhalb der EU, Geld besonders sicher anlegen müssen, um wirtschaftlich zu bleiben, Negativzinsen von ihren Kunden verlangen.

Muss ich Negativzinsen zahlen?

Sollten Sie noch keine Bank haben und wollen Geld auf ein Tagesgeldkonto anlegen, dann sollten Sie sich belesen, ob ihre Bank Negativzinsen berechnet oder nicht. Sowohl bei Girokonten als auch bei Tagesgeldkonten, können Strafzinsen früher oder später entstehen. Der so entstehende Negativzins kann von Bank zu Bank unterschiedlich sein und sollte im Vorfeld recherchiert werden.

Dennoch können die entstehenden Zinssätze täglich von den Kreditinstituten und Banken angepasst werden. Da keine Kündigungsfristen greifen können Sie im Ernstfall jeden Tag von einer Bank zur anderen wechseln.

Eine Ausnahme dabei bilden Festgeldkonten bei diesen Konten ist der Zinssatz zum Vertragsende festgeschrieben. Hier kann das Kreditinstitut nicht die Zinsen willkürlich ändern und plötzlich Negativzinsen einführen. Nach Ende der vereinbarten Laufzeit ist es aber auch bei Festgeldkonten möglich Negativzinsen einzuführen.

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